Achtung, blinde Passagiere!

Quagga-Muschel, Stichling, Kamberkrebs, Großer Höckerflohkrebs – diese invasiven Arten sind in den vergangenen Jahren in den Bodensee gelangt und gefährden die bestehenden Lebensgemeinschaften, wenn sie sich massenweise vermehren und etablierte Arten verdrängen oder deren Eier und Larven fressen. Die weitere Verbreitung in andere Seen muss unbedingt gestoppt werden!

Editorial

Roland Duelli, wirkt seit fast zwei Jahrzehnten als Obmann bei der Gestaltung der internationalen Kläranlagennachbarschaft Bodensee mit. Dieses Jahr darf das 20-Jahre-Jubiläum der Tagung gefeiert werden, bei der der fachliche, grenzübergreifende Austausch im Vordergrund steht.

30 Fischarten im Bodensee

Das große Forschungsvorhaben «Projet Lac» hat die Besiedelung der Schweizer Gewässer mit Fischen untersucht – darunter auch den Bodensee. Die meisten Fischarten wurden im Mündungsbereich der Zuflüsse gefunden.

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Warum blüht die Burgunder­blutalge?

Die Burgunderblutalge trägt ihren Namen zu Recht: Sie kann bei einem Massenvorkommen so intensiv auftreten, dass sie das Wasser rötlich färbt. Die zu den Blaualgen zählende Planktothrix rubescens bildet Zellfäden, die mit bloßem Auge sichtbar sind. Die Farbe stammt von einem rötlichen Farbstoff, dank dem die Burgunderblutalge auch bei schwachem Licht Photosynthese betreiben kann. Im Bodensee lebt sie daher bevorzugt in etwa 15 Metern Tiefe, was ihr einen Vorteil gegenüber anderen Algen verschafft, die auf mehr Licht angewiesen sind.

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Koordiniert wassergefähr­dende Stoffe fernhalten

Was tun, wenn es am oder auf dem Bodensee zu einem Ölunfall kommt? Bei aller Vorsicht sind solche Zwischenfälle nicht auszuschließen, denn schließlich ist der Bodensee ein vielfältig genutzter Lebensraum und auch bei Besuchern sehr beliebt.

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«Der See wird noch sauberer, noch nährstoff­ärmer»

Piet Spaak, der Leiter von «SeeWandel», spricht im Interview über die Synthese des großangelegten Forschungsprojekts, an der zurzeit mit Hochdruck gearbeitet wird. Er ist Spezialist für aquatische Ökologie an der Eawag, dem Wasserforschungsinstitut der ETH Zürich.

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Renaturiertes Ufer bei Bregenz

Beton und Steine, soweit das Auge reicht: So sah das Bodenseeufer zwischen Begrenz und Lochau lange Zeit aus. Kein Wunder, verbarg sich unter den Steinen doch die sogenannte Genua-Pipeline. Sie wurde in den 1960er Jahren zum Transport von Rohöl zwischen Genua und Ingolstadt gebaut. In Österreich führte sie unter anderem direkt am Bodenseeufer entlang. Mitte 1997 wurde die Pipeline dann stillgelegt, und 2007 wurde das Teilstück entlang des Bodensees mit Beton verfüllt.

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Seelexikon

Wie eine Kläranlage funktioniert

Bräunlich-trüb und eher streng riechend: So kommt Abwasser zumeist in der Kläranlage an. Dort muss es weitestgehend von Nähr- und Schadstoffen befreit werden, bevor es in die natürlichen Gewässer eingeleitet werden darf. Die Reinigung erfolgt in mehreren Stufen.