„Sehforelle“ – Einblicke in den Bodensee

Der Name ist Programm: Im Ausstellungspavillon „Sehforelle” sollen den Besucherinnen und Besuchern der baden-württembergischen Landesgartenschau in Überlingen in diesem Sommer tiefe Einblicke in den Bodensee vermittelt werden.

„Sehforelle“ – Einblicke in den Bodensee

Der Name ist Programm: Im Ausstellungspavillon „Sehforelle” sollen den Besucherinnen und Besuchern der baden-württembergischen Landesgartenschau in Überlingen in diesem Sommer tiefe Einblicke in den Bodensee vermittelt werden.

Sie sollen sehen, was sich im, am und rund um den See alles ereignet: Wie die Lebensgemeinschaften zusammenwirken, wie neue Arten den See erobern, wie der Mensch von der Trinkwasserqualität des Sees profitiert, wie sich die Klimaerwärmung auf den See auswirkt und vieles mehr. Die namensgebende Seeforelle ist dabei das Sinnbild für die Verknüpfung des Sees mit seinem Einzugsgebiet, wandert doch diese Fischart zum Laichen vom See in die Zuflüsse, wobei sie viele Hindernisse überwinden muss.

Die im Pavillon behandelten Themen – von Spurenstoffen und invasiven Arten, über den Klimawandel und die Resilienz des Bodensees – sind auch wichtige Anliegen der IGKB. Daher unterstützt sie dieses Projekt, das von einer Reihe baden-württembergischer Institutionen entwickelt wurde.

Holger Spiering, Archiv pragmadesign, 2020

Weitere Artikel

Als der Boden­see mit Ab­wasser über­düngt wurde

Man kann es sich heute kaum mehr vorstellen: Noch vor 50 Jahren schwammen im Bodensee zeitweilig dicke Algenwatten. Und noch einige Jahre früher wurde bei bestimmten Wetterlagen übelriechender Dreck ans Ufer geschwemmt. Hinterlassenschaften, die heute in Kläranlagen aus dem Abwasser entfernt werden – bevor es gereinigt in Fließgewässer und in den See gelangt. Weil es früher noch keine derartigen Klärwerke gab, wurde der See kräftig mit Abwasser gedüngt.

Mehr lesen