...

Mikroplastik im Bodensee

Mikroplastik im Bodensee

Flüsse, Seen, Meere, Aueböden, Gebirge: praktisch überall, wo man danach sucht, findet sich Mikroplastik. Es ist zu einem festen Bestandteil unserer Umwelt geworden, wenn auch meist in sehr geringen Konzentrationen. Zwei Wege sind dabei wichtig: Zum einen werden kleine Plastikteile gezielt etwa in Reinigungs- und Schleifmitteln eingesetzt; zum anderen entstehen die Teilchen beim Abbau von Plastik, etwa durch mechanische Reibung oder UV-Licht. Fest steht, dass sich Mikroplastik in Tieren anreichern kann, so in Krebstierchen, aber auch in Fischen und Vögeln.

Auch im Wasser des Bodensees wurde Mikroplastik gefunden – und auch in Fischen, die daraufhin untersucht wurden. Allerdings lagen die gemessenen Konzentrationen im niedrigen Bereich. Nach dem heutigen Stand des Wissens ist bei den aktuellen Konzentrationen von Mikroplastik im See von keiner relevanten Beeinträchtigung für aquatische Organismen auszugehen. Und auch die Risiken für das Trinkwasser sind vernachlässigbar.

Mikroplastik stellt im Bodensee derzeit zwar kein prioritäres Problem dar, doch sein Eintrag in die Gewässer sollte möglichst vermieden werden. Um dies zu erreichen, muss an den Eintragsquellen angesetzt werden, damit so wenig wie möglich Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Mehr dazu findet sich im IGKB-Faktenblatt „Mikroplastik“ auf www.igkb.org.

Weitere Artikel

Umfangreiche Untersuchungen

Um ein stehendes Gewässer von der Größe des Bodensees umfassend und ganzheitlich beurteilen zu können, ist eine ganze Reihe von Monitoringprogrammen erforderlich. Sie umfassen zwei wesentliche Teilbereiche: einerseits physikalische und chemische Parameter (wie z.B. Phosphat, Sauerstoff, Schadstoffe), andererseits auf der biotischen Seite die Wasserpflanzen (Makrophyten), das Phyto- und Zooplankton – also die im Freiwasser lebenden pflanzlichen und tierischen Kleinlebewesen – sowie die am Gewässerboden vorkommenden Tiere (Makrozoobenthos) und die auf Substraten aufsitzenden pflanzlichen Algen (Phytobenthos).

Mehr lesen

Thermische Nutzung des Sees

Bregenz realisiert ein innovatives und umweltschonendes Projekt, um den Verbrauch an fossilen Brennstoffen zu verringern: Die Stadt versorgt ihr neues Hallenbad mit Wärme und Kälte aus dem Bodensee.

Mehr lesen

Der Bodensee verändert sich

Fünfeinhalb Jahre lang haben Forschende aus drei Ländern den Einfluss und die Wechselwirkungen von Stressfaktoren auf das Ökosystem des Bodensees untersucht. Nun ist das aus 13 Teilprojekten bestehende große Forschungsvorhaben «SeeWandel: Leben im Bodensee – gestern, heute und morgen», das die IGKB angestoßen hat, mit zwei großen Abschlussveranstaltungen in Konstanz zu Ende gegangen.

Mehr lesen