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Die Donauassel

Die Donauassel

Und wieder hat eine neue Art den Weg in den Bodensee gefunden, die Donauassel (Jaera istri). Wie der Name bereits sagt, stammt sie aus dem Donauraum – genauer gesagt dem pontokaspischen Raum, wie ihn Fachleute nennen. Die sehr kleine, nur etwa zwei Millimeter große Assel ist sehr wahrscheinlich über die Donau nach Deutschland gekommen. 

So wanderte sie zum Beispiel in den Main und Rhein ein, nachdem 1992 der Main-Donau-Kanal fertiggestellt wurde. Auch andere deutsche Flüsse wie beispielsweise die Weser wurden bereits von ihr besiedelt.

Im Bodensee wurde die Donauassel erstmals im Frühjahr 2024 gefunden. Entdeckt wurde sie im Rahmen des regelmäßigen Bodensee-Monitorings an Steinblöcken am Ufer des Seerheins. Da sie sich bevorzugt in strömenden Bereichen aufhält, war es wenig verwunderlich, dass sie im Herbst 2024 auch an einem anderen Standort des Seerheins am Schweizer Ufer nachgewiesen wurde.

An anderen ufernahen Bereichen im See tauchte sie bisher noch nicht auf, wohl aber im Hochrhein bei Hemishofen. Wie sich die neue Art in das Ökosystem einfügt, wird sich erst noch zeigen. Da sie sich von mikroskopischen Algen ernährt, die sie von Steinen und anderen harten Substraten abweidet, könnte sich ihre Präsenz im Bodensee als nicht allzu problematisch erweisen.

Bilder: Thomas Blank

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