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Editorial

Editorial

Ministerialdirigentin Elke Rosport

IGKB-Delegationsleiterin Baden-
Württemberg

Der Bodensee kennt keine Grenzen – und unser Einsatz für ihn auch nicht. Doch der See befindet sich im Wandel, und mit ihm unser Verständnis des Gewässerschutzes. Steigende Temperaturen, invasive Arten, gestörte Nahrungsnetze und zunehmender Nutzungsdruck prägen diesen Wandel. Die Herausforderungen werden nicht weniger und fordern neue Antworten. Unser gemeinsames Ziel ist, Schutz, Nutzung und Anpassung des Bodensees in Einklang zu bringen. Das gelingt nur mit belastbaren Daten, grenzüberschreitender Zusammenarbeit und einem offenen Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Bevölkerung und Praxis.

Mit dem Forschungsprojekt «See- Wandel – Klima» blicken wir in den kommenden Jahren in die Zukunft. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Schweiz, Österreich und Deutschland arbeiten zusammen, entwickeln Simulationsmodelle und erforschen, wie sich Biologie und Ökologie des Bodensees in den kommenden Jahrzehnten verändern werden. Damit liefern wir eine wichtige Grundlage für Entscheidungen im Gewässerschutz.

Das unaufhaltsame Voranschreiten der Quagga-Muschel zeigt, dass uns invasive Arten auch künftig vor noch nicht vorhersehbare Herausforderungen stellen werden. Hier gilt es, weiterhin auf die Reinigung von Booten und Ausrüstung hinzuwirken und die Öffentlichkeit mit Informationskampagnen zu sensibilisieren.

Ich schätze die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit rund um den Bodensee sehr und bedanke mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten. Ein besonderer Dank gilt dem Land Vorarlberg (Österreich) und dem Team von Bezirkshauptmann Dr. Gernot Längle für ihre Arbeit im Vorsitz der IGKB. Seit Juli 2025 hat das Land Baden-Württemberg diesen übernommen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und den gewinnbringenden fachlichen Austausch!

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