Die IGKB ist eine gefragte Gesprächspartnerin der Politik. So werden ihre Fachexpertinnen und -experten nicht nur regelmäßig für Informationen zu Gewässerschutz und Wasserqualität angefragt, die IGKB war im vergangenen Juni auch Gast der Internationalen Parlamentarischen Bodensee-Konferenz (IPBK). An der Konferenz, die zweimal jährlich stattfindet, nehmen Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Länder- und Kantonsparlamente teil. Die IPBK umfasst Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg, Liechtenstein, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich. «Es kommt nicht oft vor, dass man eingeladen wird, vor so einem hochkarätigen Gremium zu sprechen», sagt Thomas Blank von der IGKB.
Der Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft beim Land Vorarlberg hielt am Parlamentariertreffen einen Vortrag mit dem Titel «Trinkwasserspeicher und Hochwasserretentionsbecken Bodensee: Einflussfaktoren auf den Wasserstand». Die Volksvertreterinnen und -vertreter seien an diesem Thema sehr interessiert gewesen, erzählt er. Zurückzuführen sei dies wohl nicht zuletzt auf die vielen Berichte zu den Hoch- und Tiefständen des Bodensees. Das habe im Frühjahr 2025 zu einer fachlich nicht begründeten Medien-Hysterie geführt.
Neues Faktenblatt
An der Parlamentarierkonferenz waren deshalb Informationen aus erster EDITORIAL Hand gefragt. Die IGKB hat zur Thematik der Wasserentnahmen und Einflüsse auf den Wasserstand kürzlich ein Faktenblatt verfasst. Als zweiter IGKB-Vertreter richtete sich Harald Hetzenauer, Leiter des Instituts für Seenforschung in Langenargen an die Konferenz. Er referierte über die Geschichte der IGKB und lieferte Fakten zum Gewässerschutz am Bodensee. In der anschließenden Fragerunde wollten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier unter anderem wissen, ob der Klimawandel die Entnahme von Trinkwasser oder Bewässerungswasser aus dem Bodensee künftig beeinträchtigen könnte. Im Namen der IGKB gaben die Experten Entwarnung – zumindest für die nähere Zukunft.