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Blinde Passagiere

Immer wieder gelangen neue Arten in den Bodensee – und mischen dann die dort vorkommenden Lebensgemeinschaften förmlich auf. Besonders gravierend war die Invasion der Quagga-Muschel, die im Jahr 2016 im See entdeckt wurde und seither den gesamten See erobert hat.

Blinde Passagiere

Aber auch andere eingewanderte Tierarten wie der Stichling, die Körbchenmuschel oder der Große Höckerflohkrebs haben sich zumindest zeitweise massenweise vermehrt und etablierte Arten in Bedrängnis gebracht. Bei solchen invasionsweise erfolgenden Besiedelungen gebietsfremder Arten spielt der Mensch meist eine entscheidende Rolle. Wenn Besitzer von Booten aller Art, Surfer und Stand-up-Paddler, aber auch Taucher und Hobbyfischer ihre Sportgeräte und ihre Ausrüstung von einem Gewässer zum anderen transportieren, dann können mit Überresten von Pflanzen und Rückständen von Schlamm unerwünschte Tierarten transportiert werden – auch in Form ihrer Eier und Larven. 

Die IGKB wie auch die Behörden rund um den See wollen deshalb alle Wassersportler sensibilisieren und auf die Gefahr durch solche blinden Passagiere hinweisen. So empfehlen alle Länder und Kantone gemäß Bodensee-Richtlinien: «Boote und Sportgeräte kontrollieren und gründlich reinigen, Motorenkühl- und Bilgenwasser ablaufen und vollständig trocknen lassen (mindestens vier Tage).»

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